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Installation und Konfiguration: Erste Schritte mit vCenter Server 6

vCenter Server ist das zentrale Management-Tool für VMware-Umgebungen. Diese Anleitung zeigt Installation und Konfiguration von vCenter 6.

vCenter ist das zentrale Tool zum Managment von VMware-Umgebungen und steht inzwischen in Version 6 zur Verfügung. vCenter-Server können als Windows-Anwendung auf Servern mit Windows Server 2012 R2 oder als Linux-Appliance installiert werden, beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Wichtig ist dabei nur, dass der vCenter-Server über mindestens 2 CPUs und 8 GB Arbeitsspeicher verfügt, da ansonsten der Installationsassistent für vCenter 6 mit einem Fehler abbricht.

In kleinen Netzwerken oder Testumgebungen reicht es aus, wenn Administratoren die interne Postgre-Datenbank für vCenter auf dem lokalen Server nutzen. In Produktivumgebungen sollte allerdings darauf geachtet werden, die Datenbanken für vCenter auf einem getrennten Datenbankserver abzulegen, der vor Ausfall geschützt ist und dessen Daten gesichert werden.

Installation von vCenter 6

Bevor Administratoren vCenter 6 installieren, sollten sie den Server über Windows-Update auf den neusten Stand bringen. Die generelle Installation von vCenter ist nicht sehr kompliziert und besteht in den meisten Fällen im Bestätigen einiger Fenster.

Administratoren können vCenter Server und den neuen Platform Services Controller (PSC) auf verschiedenen virtuellen Maschinen oder Servern installieren, in diesem Fall muss zuerst der Platform Services Controller installiert werden oder bereits vorhanden sein, erst dann kann auch vCenter installiert werden. Während der Installation wird vCenter Server dann mit dem Platform Services Controller verbunden. Für eine einfache Installation empfiehlt sich auf der Seite Bereitstellungstyp auswählen die Option Eingebettete Installation. Dadurch wird vCenter Server zusammen mit dem Platform Services Controller installiert.

Es besteht natürlich auch die Möglichkeit, die Option Externe Bereitstellung zu verwenden. In diesem Fall lassen sich die verschiedenen Komponenten von vCenter-Server auf verschiedene Server verteilen. Das ist vor allem in großen Umgebungen sinnvoll. In diesem Fall installieren Administratoren die verschiedenen Komponenten einfach auf jedem einzelnen Server.

Während der Installation von vCenter wird auch der Name des Servers in der VMware-Umgebung festgelegt. Der Assistent übernimmt an dieser Stelle den FQDN des Windows-Servers. In den weiteren Fenstern können in den meisten Fällen die Standardeinstellungen verwendet werden. Im letzten Fenster starten Administratoren schließlich die Installation des Servers, die einige Zeit dauern wird und keine Fehler melden sollte.

Auswählen des Bereitstellungstyps für vCenter.

Verbindungsaufbau vom vSphere-Client zum vCenter-Server

Nachdem die Installation abgeschlossen ist, können sich Administratoren mit dem vCenter-Server über den bereits installierten vSphere-Client auf den Rechnern verbinden. Als Benutzername und Kennwort werden die Anmeldeinformationen verwendet, die während der Installation angegeben wurden. Im ersten Schritt sollte überprüft werden, ob die Konfiguration des vCenter-Servers korrekt dargestellt wird. Hier verwenden Administratoren als Benutzernamen die Syntax <vSphere-Domäne\Benutzername>.

Auch der Web Client sollte getestet werden. Dazu wird im Browser die Adresse https://<Name des vCenter-Servers>/vsphere-client aufgerufen. Hier melden sich Administratoren mit den Anmeldeinformationen an, die auch bei der Installation angegeben wurden. Anschließend sollte die Verbindung aufgebaut werden. Die Syntax für die Anmeldung lautet <Benutzername>@<vcenter-Domäne>, zum Beispiel administrator@vsphere.local.

Nach der Installation von vCenter 6 muss sich das System sowohl mit dem vSphere-Client als auch mit dem Web Client verwalten lassen.

Datencenter und Cluster anlegen

Sobald der Verbindungsaufbau zum vCenter-Server durchgeführt wurde, können Administratoren ihre Datencenter anlegen, die Hosts in das Datencenter mit aufnehmen und einen Cluster erstellen. Dazu wird auf den Link im Verwaltungsfenster geklickt, um das Datencenter zu erstellen. Administratoren können die Aufgabe im vSphere-Client oder im Web Client vornehmen. Dazu wird auf vCenter-Home geklickt und anschließend die Registerkarte Übersicht aufgerufen. Hier kann schließlich das Datencenter erstellt werden.

Im Web-Client können neue Datencenter und neue Cluster installiert werden.

Nachdem das Datencenter erstellt ist, lässt sich über dessen Kontextmenü ein neuer Cluster konfigurieren. Für Cluster und Datacenter können beliebige Namen verwendet werden. Sobald Datacenter und Cluster zur Verfügung stehen, können über das Kontextmenü des Clusters Hosts eingebunden werden. Für diesen Prozess steht auch ein Assistent zur Verfügung.

Optionsmenü bei der Cluster-Konfiguration.

In einer Testumgebung können für den Cluster die Standardoptionen verwendet werden, die später natürlich geändert werden können. Sobald Datencenter und Cluster erstellt sowie die Hosts hinzugefügt wurden, steht vCenter zur Verfügung und Administratoren können mit der Umgebung arbeiten. Dabei werden alle VMs auf den Hosts in den Cluster integriert.

VMs in vCenter erstellen und installieren

Sobald Administratoren ihre Hosts zum vCenter-Datencenter hinzugefügt und den Cluster erstellt haben, können im Web Client oder über den vSphere-Windows-Client neue VMs bereitgestellt werden. Die Vorgehensweise zur Erstellung von VMs in vCenter entspricht im Grunde genommen der Erstellung auf alleinstehenden Hosts, die Administratoren mit dem vSphere-Client verwalten. 

Das Erstellen erfolgt über einen Rechtsklick auf den Cluster und Auswahl der Option Neue virtuelle Maschine. Im Assistenten wird danach ausgewählt, ob eine benutzerdefinierte oder eine typische VM erstellt werden soll. Im Assistenten zum Erstellen von VMs lässt sich anschließend auch festlegen, auf welchem Host im Cluster die VM positioniert werden soll.

Anschließend wird noch der Speicherort der VM sowie die Hardwareversion ausgewählt. In VMware vSphere 6 können Administratoren die neue Hardwareversion 11 im vSphere-Client und im Web Client definieren. Wenn der Assistent abgeschlossen ist, wird die VM im Cluster angezeigt.

vCenter Server Linux-Appliance installieren und einrichten

Wer vCenter nicht auf einem Windows-Server installieren will, der kann auch auf die vorgefertigte Linux-Appliance zurückgreifen. Diese steht als ISO-Datei auf den Seiten von VMware zum Download bereit. Die Installation dieser Appliance unterscheidet sich von den vorhergehenden vSphere-Versionen. Die Installationsdateien werden jetzt als ISO-Datei zur Verfügung gestellt, nicht mehr als Appliance-Vorlagendatei (OVA), was auf ein Aus des Desktop Client hindeuten könnte.

Ab Version 6.0 Update 1 hat VMware noch weitere Neuerungen in vCenter integriert. In der neuen Version können bis zu 3.000 Hosts mit insgesamt bis zu 10.000 VMs verwaltet werden. Mit der neuen Version können Unternehmen auch VMware Fault Tolerance (FT) in vSphere 6 verwalten.

Auch wenn die vCenter-Appliance in der neuen Version 6 weiter zu den Funktionen von vCenter Server unter Windows aufschließt, sind noch immer nicht alle Möglichkeiten zur Verwaltung integriert. Nutzen Administratoren zum Beispiel VMware Update Manager (VUM), muss zusätzlich noch auf eine Windows-VM gesetzt werden, da die Appliance VUM noch nicht unterstützt. Außerdem lässt sich die Appliance nicht an einen Microsoft SQL-Server anbinden. Als Datenbank müssen Unternehmen also entweder auf die integrierte PostgreSQL-Datenbank oder auf komplexe Oracle-Datenbanken setzen.

Zur Installation der vCenter-Appliance wird nach dem Download durch einen Doppelklick auf die Datei vcsa-setup.html der Installationsassistent gestartet. Startet die Installation nicht, weil das entsprechende Plug-in fehlt, muss auf Windows-Rechnern zunächst das Programm VMware Client Integration Plug-In installiert werden. Die Installationsdatei ist im Verzeichnis vcsa der bereitgestellten ISO-Datei zu finden. Wurde die Installation der Appliance auf einer Arbeitsstation gestartet, führt der Installationsassistent durch die Einrichtung.

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Artikel wurde zuletzt im Dezember 2015 aktualisiert

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