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Azure: Per Skript und APIs die Cloud effektiver verwalten

Microsoft Azure bietet verschiedene Möglichkeiten zur Automatisierung der Cloud-Umgebung. Dazu gehören Skripte und APIs, die den Zugriff erleichtern, wie folgende Beispiele zeigen.

Microsoft stellt für Windows, macOS X und Linux Tools zur Verfügung, um Microsoft Azure zu automatisieren.

Viele Automatisierungsaufgaben lassen sich mit der PowerShell und der Befehlszeile automatisieren sowie vom Terminal in Linux und macOS X aus. In der PowerShell lassen sich nach der Installation der Erweiterung die Azure-Befehle am schnellsten mit get-command *azure* anzeigen.

Neben den PowerShell-Erweiterungen für Microsoft Azure, stellt Microsoft auch ein Command Line Interface zur Verfügung, mit dem die Automatisierung von Azure mit Skripten durchgeführt werden kann. PowerShell-Erweiterung und CLI lassen sich parallel zueinander verwenden.

Microsoft Azure lässt sich auch trefflich per PowerShell verwalten.
Abbildung 1: Microsoft Azure lässt sich auch trefflich per PowerShell verwalten.

In der Azure-PowerShell muss zuerst ein Abonnement verbunden werden. Der einfachste Weg dazu besteht darin die Anmeldedatei in einer Variablen zu speichern, und danach das Abonnement auf Basis der hinterlegten Anmeldedaten zu verbinden:

$cred = Get-Credential

Add-AzureAccount -Credential $cred

Mit Azure CLI automatisieren

Die beste Möglichkeit, um Microsoft Azure zu automatisieren, besteht darin, Azure CLI zu verwenden.

In der Azure-CLI steht vor allem das Tool “az” zur Verfügung. Dieses bietet über verschiedene Optionen, mit denen sich so gut wie alle Ressourcen in Microsoft Azure automatisieren lassen. Der erste Schritt bei der Verwendung der PowerShell und der Azure CLI besteht darin, dass entsprechende Abonnement zu verbinden. Dazu wird am besten die Hilfe der jeweiligen Umgebung genutzt. Microsoft bietet dazu in der Azure-Dokumentation umfassende Hilfen und Links an.

Mit der Azure CLI lassen sich Skripte in der Befehlszeile von Windows ausführen, aber auch unter Linux und macOS X.
Abbildung 2: Mit der Azure CLI lassen sich Skripte in der Befehlszeile von Windows ausführen, aber auch unter Linux und macOS X.

Alle Befehle der Azure CLI lassen sich am schnellsten mit az help anzeigen. Generell beginnen alle Befehle in der CLI mit “az”, während die Befehle in der PowerShell in den meisten Befehlen „azure“ enthalten. Die alte Version 1.0 der Azure CLI hat noch den Befehl „azure“ genutzt, dieser wurde ab Version 2.0 in „az“ geändert.

Azure Cloud Shell zur Automatisierung nutzen

Über das Webportal von Microsoft Azure lässt sich über die Symbolleiste am oberen Rand auch die „Azure Cloud Shell“ öffnen. Sobald diese gestartet ist, lassen sich Befehle zur Automatisierung direkt im Browser eingeben. Auch die Azure Cloud Shell steht für Linux und Windows zur Verfügung. In der Azure Cloud Shell stehen sowohl die Cmdlets der Azure-PowerShell bereit als auch die Befehle der Azure CLI 2.0.

JSON nutzen – Azure Resource Manager Visualizer

In der Azure-PowerShell lassen sich auch JSON-Dateien (Java Script Object Notion) nutzen. Die Dateien werden in Entwicklungsumgebungen erstellt, zum Beispiel auch Visual Studio und ermöglichen eine Automatisierung von Azure-Objekten. Natürlich lassen sich JSON-Dateien mit einer Vielzahl an Editoren erstellen. JSON-Dateien sind normalerweise sehr umfangreich und können ganze Cloud-Umgebungen auf einmal automatisieren.

Neben der Erstellung von JSON-Dateien über Entwicklungsumgebungen und anderen Editoren können Administratoren auch das Webtool Azure Resource Manager Visualizer nutzen. Das Tool steht über Github zur Verfügung und erlaubt die Erstellung von Vorlagen für Microsoft Azure.

Mit dem Azure Resource Manager Visualizer können Vorlagen für Microsoft Azure auf Basis von JSON-Dateien erstellt und heruntergeladen werden.
Abbildung 3: Mit dem Azure Resource Manager Visualizer können Vorlagen für Microsoft Azure auf Basis von JSON-Dateien erstellt und heruntergeladen werden.

Die Vorlagen lassen sich als JSON-Dateien herunterladen und auf Wunsch auch weiterbearbeiten. Vorhandene JSON-Dateien lassen sich mit dem Tool hochladen und ebenfalls weiterbearbeiten.

Automatisierung mit Azure Automation

Neben eigenen Skripten und JSON-Dateien kann Azure auch mit Bordmitteln automatisiert werden. Dazu gehört „Azure Automation“. Dabei handelt es sich um einen Dienst in Microsoft Azure, mit dem wiederum andere Dienste automatisiert werden können.

Hier wird ebenfalls mit der PowerShell gearbeitet und damit Aufgaben zur Automatisierung hinterlegt. Azure Automation kann Automatisierungen für virtuelle Server durchführen, die in Microsoft Azure erstellt wurden. Für die Automatisierung muss ein eigenes Konto erstellt werden, welches das Recht hat, Aufgaben für die einzelnen Objekte durchzuführen.

 Mit Azure Automation werden Aufgaben für Azure-Objekte automatisiert.
Abbildung 4: Mit Azure Automation werden Aufgaben für Azure-Objekte automatisiert.

Hyper-V-Replikation lokaler Server in Microsoft Azure

Kleinere Unternehmen haben die Möglichkeit, die Hyper-V-Replikation in Microsoft Azure ohne SCVMM zu betreiben. Die Replikation virtueller Server lässt sich in Microsoft Azure also ebenfalls automatisieren. Dazu kann zum Beispiel Azure Site Recovery verwendet werden. Microsoft hat in den Einstellungen von Azure Site Recovery die Funktion zur Replikation von lokalen Hyper-V-Servern mit der Cloud integriert.

Beim Einsatz dieser Automatisierungstechnik werden lokale virtuelle Server ständig in die Cloud repliziert. Für kleinere Unternehmen ist das sinnvoll, da kein SCVMM benötigt wird, aber dennoch eine Hochverfügbarkeit aufgebaut werden kann. Unternehmen können mit dieser Lösung auch Hyper-V-Server absichern, die nicht an SCVMM angebunden sind. Dazu muss auf allen Servern der ASR-Agent installiert werden, und die Hyper-V-Server direkt an Azure angebunden sein.

Im ersten Schritt erstellen Administratoren in Azure Site Recovery eine neue Hyper-V-Site. Nachdem diese erstellt ist, wird Azure Site Recovery Provider für Hyper-V heruntergeladen. Dieser wird auf den beteiligten Hyper-V-Servern installiert. Alle weiteren Aufgaben erfolgen nach der Einrichtung automatisiert.

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Nächste Schritte

Das Azure Active Directory richtig verwalten

Azure-VMs per PowerShell herunterladen

Scripting für Azure-Functions

 

Artikel wurde zuletzt im Dezember 2017 aktualisiert

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