Thin Clients sind weitaus zuverlässiger als PCs

Bitkom gibt Leitfaden zur Interpretation von Fehlerraten heraus

16.08.2007 | Redakteur: Ulrike Ostler

Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (Bitkom) hat einen Leitfaden zur Interpretation von „Mean Time Between Failure bei Thin Clients“, Fehlerraten, herausgegeben. Er bietet einen kurzen Überblick über die geläufigen Berechnungen sowie eine Interpretationshilfe.

Die Fehlerrate, in englisch Mean Time Between Failures (MTBF) dient dazu, Aussagen über die Zuverlässigkeit von Geräten und Anlagen zu treffen. Mit Hilfe der MTBF soll beispielsweise bestimmbar sein, welche Aufwendungen für Wartung, Garantieleistung und Ersatz von Produkten zu erwarten sind.

In der Praxis ergeben sich nach Evaluationen des Branchenverbands jedoch häufig Schwierigkeiten, die verschiedenen MTBF-Angaben richtig zu interpretieren. Dies liege unter anderem daran, dass unterschiedliche Verfahren zur Bestimmung der MTBF existieren, die dementsprechend zu verschiedenen Ergebnissen führen. Bei einer Umfrage des Bitkom lag die MTBF zwischen 25.000 und 200.000 Stunden.

Der kurze Leitfaden, den der Verband nun herausgegeben hat, klärt vornehmlich darüber auf, welche unterschiedlichen Verfahren und Standards es gibt. Anwender lernen, welche Angaben miteinander vergleichbar sind.

Für Ralph Hintermann, Bitkom-Bereichsleiter IT-Infrastruktur und Digital Office, sind MTBF-Werte ohnehin lediglich „theoretische Werte“. „Für die Praxis empfehlen wir, die durchschnittlichen zeitraumbezogenen Ausfallraten der Geräte zu betrachten.“

Dünne haben weniger Fehler

Generell lässt sich jedoch festhalten, dass Thin Clients deutlich ausfallsicherer arbeiten als Personal-Computer. „Die mittlere Zeitdauer, die solche abgespeckten Geräte ohne Fehler arbeiten, liegt in der Regel um den Faktor 2,5 bis 4 höher als bei PCs“, teilt der Branchenverband mit.

Das liegt unter anderem daran, dass sie einfach über weniger Bauteile verfügen, und ohne bewegliche Verschleißteile wie Lüfter und Festplatten auskommen. Zudem fressen die Dünnen weniger Energie und damit verringert sich die Wärmebelastung.

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