Definition

Virtuelle Desktop-Infrastruktur (VDI)

Als virtuelle Desktop-Infrastruktur (Virtual Desktop Infrastructure, VDI) wird das Hosten von Desktop-Betriebssystemen als virtueller Desktop innerhalb virtueller Maschinen (VM) bezeichnet, die sich auf einem zentralen Server befinden. VDI ist eine Variante des Computing-Modells Client/Server. Manchmal nennt man es auch serverbasiertes Computing. Der Ausdruck wurde von VMware ins Leben gerufen.

VDI kann mit persistenten und nicht-persistenten Desktops durchgeführt werden und ermöglicht ein zentrales Image-Management, wodurch der Aufwand für Support und Wartung der Desktops im Vergleich zu physischen Desktops enorm verringert werden kann. Die zwei bekanntesten VDI-Lösungen kommen von Citrix (XenDesktop) und VMware (Horizon View), daneben gibt es aber noch eine Fülle weiterer VDI-Lösungen.

VDI-Bereitstellungen verändern die Anforderungen an IT-Abteilungen und bieten viele mögliche Stolperfallen, vor allem was Storage-Management, Performance, Lizenzen und Boot Storms betrifft. Bei grafikintensiven Workloads unterstützt GPU-Virtualisierung die Auslieferung der Grafik.

Bei der Auswahl der Client-Geräte haben Administratoren die Wahl zwischen Thin, Thick und Zero Clients, die virtuellen Desktops werden ja nach Anbieter mit unterschiedlichen VDI-Protokollen gestreamt, beispielsweise mit Citrix HDX, VMware PCoIP oder Microsoft RemoteFX.

Artikel wurde zuletzt im Juli 2015 aktualisiert

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