Definition

Paravirtualisierung

Paravirtualisierung ist eine Erweiterung der Virtualisierungstechnologie, bei der ein Gastbetriebssystem in einer virtuellen Maschine vor der Installation neu kompiliert wird. Die Paravirtualisierung bietet eine Schnittstelle zur virtuellen Maschine, die sich von der zugrundeliegenden Hardware unterscheiden kann. Diese Kapazität minimiert den Aufwand und optimiert die Systemleistung, um die Verwendung von virtuellen Maschinen zu unterstützen, die ansonsten bei der herkömmlichen Virtualisierung nicht ausgelastet wären.

Die wichtigste Einschränkung bei der Paravirtualisierung besteht darin, dass das Gastbetriebssystem spezifisch auf den Hypervisor zugeschnitten sein muss, dem Host-Programm, mit dem sich auf einem einzigen Computer verschiedene virtuelle Instanzen ausführen lassen. Allerdings eliminiert die Paravirtualisierung die Notwendigkeit des Trappings privilegierter Anweisungen für virtuelle Maschinen. Trapping beschreibt eine Vorgehensweise zum Umgang unerwarteter oder unerlaubter Konditionen und kann sehr zeitintensiv sein, was die Performance virtueller Maschinen bei der herkömmlichen Virtualisierung beeinträchtigen kann.

Paravirtualisierung ist die Erweiterung einer Technologie, die ursprünglich unter anderem in IBMs Mainframe-Betriebssystem VM integriert wurde. Der Open-Source-Hypervisor Xen bietet beispielsweise ebenfalls die Möglichkeit zur Paravirtualisierung.

Artikel wurde zuletzt im März 2016 aktualisiert

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