Definition

New Technology File System (NTFS)

NT File System oder New Technology File System (NTFS) ist der Name für das von Windows NT verwendete Dateisystem zum Lesen und Speichern von Daten auf einer Festplatte. NTFS unter Windows NT ist das Äquivalent zum von Microsoft Windows 95 verwendeten File Allocation Table (FAT) und dem von OS/2 verwendeten High Performance File System (HPFS). NTFS wartet im Vergleich zu FAT und HPFS jedoch mit Verbesserungen bei Performance, Erweiterbarkeit und Sicherheit auf.

Die Eigenschaften von NTFS sind:

  • die Verwendung einer B-Baum Indexstruktur zur Protokollierung von Datei-Clustern;
  • Informationen zu Datei-Clustern werden im Cluster selbst und nicht in einer übergeordneten Tabelle (wie zum Beispiel bei FAT) gespeichert;
  • Unterstützung für sehr große Dateien (bis zu einer Größe von 2 hoch 64 oder etwa 16 Milliarden Byte / 16 Exabyte);
  • eine Zugriffskontrollliste (ACL) erlaubt Administratoren die Kontrolle darüber, welcher Anwender auf welche Dateien zugreifen darf;
  • integrierte Dateikompression;
  • Unterstützung für Unicode-Dateinamen;
  • Unterstützung langer Dateinamen wie auch „8.3“ Dateinamen;
  • Datensicherheit sowohl für interne wie auch externe und mobile Datenträger.

Wie NTFS arbeitet

Vor der Formatierung einer Festplatte kann diese partitioniert werden. Eine Partition ist eine Unterteilung der verfügbaren Gesamtgröße des Datenträgers in kleinere logische Einheiten. Das für diese Partition zuständige Betriebssystem behält den Überblick über die vom Betriebssystem auf dieser Partition gespeicherten Daten.

Jede auf der Festplatte gespeicherte Datei wird in einem oder mehreren Clustern von vordefinierter gleicher Größe abgelegt. Unter NTFS kann die Cluster-Größe 512 Byte bis 64 Kilobyte betragen. Windows NT gibt einen empfohlenen Wert für die Cluster-Größe in Abhängigkeit von der Kapazität des Laufwerks vor. So liegt zum Beispiel für eine Festplatte mit 4 Gigabyte (GB) die empfohlene Cluster-Größe bei 4 KB (Kilobyte). Cluster können nicht aufgeteilt werden. Sogar die kleineste Datei nimmt ein komplettes Cluster in Anspruch und eine Datei mit einer Größe von 4,1 KB muss in einem 4-KB-Cluster-System zwei komplette Cluster (8 KB) in Anspruch nehmen.

Die Wahl der Cluster-Größe ist immer ein Kompromiss zwischen der effizienten Verwendung des verfügbaren Speicherplatzes und der Anzahl an Festplattenzugriffen, die für einen Dateizugriff benötigt werden. Bei Verwendung von NTFS ist es so, dass je größer die Festplatte ist, umso größer auch die empfohlene Cluster-Größe ausfällt, da angenommen wird, dass eine höhere Performance (weniger Festplattenzugriffe) auf Kosten einer ineffizienteren Nutzung des Speicherplatzes bevorzugt wird.

Wird unter NTFS eine Datei gespeichert, wird dies auch in einer speziellen Datei vermerkt, der Master File Table (MFT). Dieser Eintrag wird dazu verwendet, die möglicherweise verstreuten Cluster zu einer Datei aufzufinden. NTFS versucht zusammenhängenden Speicherplatz zu finden, in dem die gesamte Datei (alle Cluster), ohne verstreut zu werden, gespeichert werden kann.

Jede Datei beinhaltet, neben ihrem eigentlichen Inhalt, eine Beschreibung ihrer Attribute (Metadaten).

Diese Definition wurde zuletzt im Januar 2015 aktualisiert

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