Definition

Desktop-Virtualisierung

Desktop-Virtualisierung ist ein Konzept bei dem die Betriebssystem-Instanz vom Client beziehungsweise Desktop-Computer getrennt ist, der es verwendet.

Es gibt verschiedene konzeptionelle Modelle von Desktop-Virtualisierung, die sich grob in zwei Kategorien einteilen lassen. Diese basieren darauf, ob die Betriebssystem-Instanz lokal oder entfernt ausgeführt wird. Dabei ist der Hinweis wichtig, dass nicht alle Arten von Desktop-Virtualisierung virtuelle Maschinen (VM) verwenden.

Bei einer Host-basierten Desktop-Virtualisierung ist es erforderlich, dass die Nutzer über ein Netzwerk arbeiten und ein Remote-Display-Protokoll verwenden. Da die gesamte Verarbeitung in einem Rechenzentrum stattfindet, kann das Client-Gerät ein Thin Client, Zero Client, Smartphone oder Tablet sein. Zu dieser Kategorie gehören:

  • Host-basierte virtuelle Maschinen (VM): Jeder Anwender verbindet sich mit einer individuellen VM, die in einem Data Center gehostet wird. Der Nutzer kann sich zu jeder Zeit mit derselben VM (Persistent Desktop) oder einer zufälligen VM (Non-Persistent-Desktop) verbinden.
  • Shared Hosted: Nutzer verbinden sich entweder mit einem Shared Desktop oder individuellen Anwendungen, die sich auf dem Server befinden. Shared Hosted ist auch als Remote Desktop Service oder Terminaldienst (Terminal Service) bekannt.
  • Host-basierte physikalische Maschinen oder Blades: Das Betriebssystem läuft direkt auf einem physischen Server in einem Data Center.

Bei Client-basierter Desktop-Virtualisierung findet die Verarbeitung auf lokaler Hardware statt. Die Verwendung von Thin Clients, Zero Clients und Mobilgeräten ist nicht möglich. Diese Art der Desktop-Virtualisierung umfasst:

  • OS Streaming: Das Betriebssystem läuft auf lokaler Hardware, aber der Boot-Vorgang funktioniert über ein Remote-Disk-Image in einem Netzwerk. Das ist für Dekstop-Gruppen nützlich, die das gleiche Image verwenden. OS Streaming erfordert eine konstante Netzwerkverbindung, um zu funktionieren. Die lokale Hardware ist ein normaler Desktop-Rechner.
  • Client-basierte virtuelle Maschinen: Eine virtuelle Maschinen läuft auf einem voll funktionsfähigen Computer mit einem Hypervisor. Client-basierte VMs lassen sich durch das regelmäßige Synchronisieren des Images mit einem Server verwalten. Eine konstante Netzwerkverbindung wird allerdings nicht benötigt.
Diese Definition wurde zuletzt im Dezember 2013 aktualisiert

Erfahren Sie mehr über Virtuelle Maschinen: Bereitstellung und Konfiguration

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