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Welche Verbindungsarten sind für Azure ExpressRoute möglich?

Per Azure ExpressRoute lassen sich eigene Data Center an die Microsoft-Cloud anbinden. Aber welche Verbindungsarten sind hierbei möglich?

Mit Azure ExpressRoute ist es möglich, eine dedizierte private Verbindung zwischen dem eigenen Data Center und...

einem Azure-Rechenzentrum einzurichten. Diese dedizierte Verbindung wird durch Anbieter wie AT&T, British Telecom, Verizon, Equinix, Interxion, Comcast und zahlreiche andere große Anbieter rund um die Welt bereitgestellt.

Wenn ein Anbieter Azure und vielleicht auch Office 365 unterstützt, dann sollte es für dessen Kunden relativ einfach sein, eine ExpressRoute-Verbindung zum nächsten Azure-Standort einzurichten. Aryaka Networks beispielsweise kann Verbindungen zu Amsterdam, Silicon Valley, Singapur und Washington herstellen. Der Trick hierbei liegt aber weniger bei Azure selbst, sondern bei der Verbindung des Providers zu Azure.

Prinzipiell gibt es drei Möglichkeiten, Unternehmen per ExpressRoute an Azure anzubinden: Cloud Exchange, Point-to-Point-Verbindungen und WAN-Integration. Cloud Exchange soll Colocation-Anbieter in die Lage versetzen, von Kunden ausgelagerte Infrastruktur mit Azure zu verbinden. Wird bei einer Colocation-Einrichtung ein Cloud Exchange eingesetzt, dann lassen sich hierüber virtuelle Cross-Connect-Verbindungen zu Azure implementieren.

Eine Point-to-Point-Ethernet-Verbindung wiederum bietet eine dedizierte Netzwerkverbindung vom eigenen Rechenzentrum zu einem Azure-Standort. Der große Vorteil liegt hier darin, dass die Leitung nicht über das öffentliche Internet führt, sondern ausschließlich von dem Unternehmen genutzt wird, das die Verbindung least.

Wenn ein Wide Area Network (WAN) im Einsatz ist, beispielsweise bei Universitäten oder Unternehmen mit Zweigstellen, dann lässt sich auch dieses WAN per Multiprotocol Label Switching Virtual Private Network (MPLS VPN) per ExpressRoute mit Azure verbinden, Microsoft nennt dies IPVPN. Im Endeffekt sieht Azure für die Endanwender im WAN dann einfach aus wie ein weiteres Campus-Gebäude oder eine weitere Zweigstelle.

ExpressRoute-Verbindungen können für eine höhere Verfügbarkeit auch redundant ausgelegt sein, d.h. dass pro ExpressRoute-Bereitstellung zwei Verbindungen angelegt werden. Microsoft verlangt von ExpressRoute-Anbietern in jedem Fall mindestens zwei Anbindungen an Azure, die Verbindung vom eigenen Data Center zum ExpressRoute-Anbieter muss dagegen nicht zwangsläufig redundant sein.

Für die Nutzung von Azure ExpressRoute gibt es also verschiedene Voraussetzungen: Natürlich benötigt man einen gültigen Azure-Zugang und eine Geschäftsbeziehung mit einem ExpressRoute-Anbieter. Anschließend kann man sich für eine der drei Verbindungsmöglichkeiten sowie für oder gegen die redundante Anbindung entscheiden. Zusätzlich kann es nötig sein, auch IP-Adressen, Routing, Firewall-Konfiguration und NAT-Einstellungen (Network Address Translation) anzupassen, wobei hier meistens auch der ExpressRoute-Partner unterstützen kann. Bevor man erste Vorentscheidungen trifft, sollte man sich aber zuerst diese ExpressRoute-Dokumentation von Microsoft zu Gemüte führen.

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Artikel wurde zuletzt im Januar 2016 aktualisiert

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