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Welche Rolle spielt das Host-Betriebssystem für Container?

Container integrieren alle App-Abhängigkeiten und gelten deshalb als enorm flexibel bei der Plattform-Wahl. Warum ist das Host-Betriebssystem dann trotzdem so wichtig?

Einer der grundlegenden Vorteile der Container-Technologie ist die große Flexibilität bei der Bereitstellung. Die Idee dahinter sieht verschiedene Schichten vor, aus denen sich ein Container zusammensetzt, wodurch ein Container alle Abhängigkeiten einer Anwendung bündeln kann. Damit wird es möglich, den Container nahezu auf jeder Plattform auszuführen. Das Betriebssystem kann die Container-Kompatibilität allerdings enorm einschränken.

Auch wenn sich Container den zugrundeliegenden Betriebssystem-Kernel teilen, enthält trotzdem jeder Container spezifische Komponenten des Betriebssystems – eine eigene Schicht des Betriebssystems (OS Layer). Das Problem dabei: die Betriebssystemkomponenten müssen der Betriebssystemversion des Kernels gleichen. Falls die Betriebssystemversionen nicht die gleichen sind, wird der Container nicht fehlerfrei funktionieren, wenn überhaupt.

Wenn sich die Build-Nummer unterscheidet, dann werden Container geblockt. Microsoft beispielsweise verwendet ein vierstufiges Versionssystem, das Major-, Minor-, Build- und Revision-Versionen kennzeichnet, beispielsweise mit 10.0.14393.0. Idealerweise sollten alle vier Stufen der Versionsnummer zwischen OS-Level und Betriebssystem-Kernel übereinstimmen, damit ein Windows- oder Hyper-V-Container auf einem Windows-Server-Hosts startet. Tatsächlich starten Container aber auch, wenn es Unterschiede in der Revisionsnummer gibt, der letzten Versionsstufe. Dabei gibt es aber natürlich keine Gewähr, dass der Container auch ordnungsgemäß funktioniert. Bei den ersten drei Versionsstufen gibt es dagegen keine Abweichungstoleranzen.

Für DevOps-Teams kann das ein großes Problem werden. Man denke nur an eine IT-Umgebung, in der das Betriebssystem auf einem Produktiv-Host aktualisiert wird, nur um dann festzustellen, dass hunderte, tausende oder sogar mehr Container nicht mehr ordnungsgemäß funktionieren, weil die Betriebssystemversion nicht mehr mit dem Kernel übereinstimmt. Daher müssen Patches und Updates für das Betriebssystem sorgfältig mit der Entwicklung abgestimmt werden, damit die Container gemeinsam mit den Änderungen an der Produktivumgebung aktualisiert werden können.

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Artikel wurde zuletzt im Oktober 2017 aktualisiert

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