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Welche Konfigurationsmöglichkeiten bieten White-Box-Server?

White-Box-Server sind wesentlich günstiger als Server von HP, Dell oder IBM. Aber bieten sie auch die gleichen Konfigurationsmöglichkeiten?

White-Box-Server sind wesentlich günstiger als Marken-Server, aber bieten sie auch die gleichen Möglichkeiten zur...

Konfiguration und Anpassung?

Es gibt im Allgemeinen keinen Grund, warum No-Name-Server, auch White-Box-Server genannt, nicht genauso viele Konfigurationsmöglichkeiten bieten sollten wie Server von Dell, HP, IBM oder anderer großer Marken.

Der Begriff „White Box“ deutet lediglich auf den fehlenden bekannten Markennamen hin, aber die Bedeutung hat sich in den letzten Jahren dahingehend verändert, White-Box-Server als billige Hardware mit einem geringerem Funktionsumfang zu verstehen. Aber auch White-Box-Server bieten eine große Auswahl verschiedener Prozessor-, Speicher- und Netzwerkoptionen.

Wie bei Servern bekannter Hersteller bieten auch White-Box-Server über PCIe-Schnittstellen die Möglichkeit, zusätzliche Geräte wie SSDs oder Grafikkarten zu verbauen. Zumindest so lange die Stromversorgung mitspielt. Die Verwendung von Standardhardware ohne proprietäre Anpassungen garantiert zudem, dass sich die einzelnen Komponenten problemlos austauschen oder upgraden lassen. Die Erweiterung eines 1 GigE-Ports auf dem Motherboard durch eine 10 Gigabit Ethernet-Netzwerkkarte ist damit beispielsweise kein Problem.

Neue Initiativen wie das Open Compute Project, das mit einfachen No-Name-Produkten sehr große und dichte Serverbereitstellungen realisieren will, lassen den Einsatz von White-Box-Servern allerdings komplizierter erscheinen, als er tatsächlich sind. Sogar auf die individuelle Stromversorgung der einzelnen Server wird dabei zugunsten einer zentralen Stromversorgung über kompatible Rack-Anordnungen verzichtet.

Durch das vom Open Compute Project propagierte Paradigma austauschbarer und möglichst billiger White-Box-Server wird der einzelne Server immer unwichtiger. Vielmehr ist es die gesammelte Masse an Servern, die Unternehmen wie Facebook oder Google die benötigten Compute-Ressourcen zur Verfügung stellen. Dieser Ansatz sorgt auch für enorm kurze Lebenszyklen der austauschbaren Server-Hardware, mit denen sich Service- und Support-Verträge minimieren lassen. Wenn ein Server ausfällt, wird die Hardware kurzerhand ausgetauscht und ein neuer installiert.

Während man White-Box-Server also durchaus upgraden kann, dürfte das in den wenigsten Fällen auch wirklich sinnvoll sein. Wesentlich effektiver ist es, gleich vom Start weg White-Box-Systeme zu kaufen, die entsprechend ausgestattet und konfiguriert sind. Wer würde schon gerne freiwillig neue DIMMs in 10.000 Server einbauen wollen?

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Artikel wurde zuletzt im September 2015 aktualisiert

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