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Welche Drittanbieter-Tools gibt es für das Backup des Active Directory?

Neben dem nativen Backup in Windows Server gibt es auch Drittanbieter-Tools zum Active-Directory-Backup. Manche bieten erweiterte Funktionen.

Welche Drittanbieter-Tools gibt es, um das Active Directory zu sichern, und welchen Mehrwert bieten diese?

Zusätzlich zum nativen Backup-Tool von Windows Server gibt es verschiedene Backup-Tools von Drittanbietern, die Administratoren beim Backup des Active Directory helfen können. Beispiele für solche Tools wären Veeam Explorer (als Teil von Veeam Backup), Dells Recovery Manager for Active Directory und Acronis Backup Advanced for Active Directory, mit denen sich Active-Directory-Backups erstellen und einzelne Active-Directory-Objekte auch wiederherstellen lassen.

Der Funktionsumfang variiert natürlich je nach Produkt, aber ganz grundsätzlich gibt es natürlich einige beachtenswerte Punkte. Bei einem Backup-Tool kommt es besonders auf die möglichen Optionen der Wiederherstellung an. Die sehr fein gesteuerte Wiederherstellung von Dateien, Objekten, Organisationseinheiten oder Attributen – wie beispielsweise Anwenderkonten oder Gruppen-Mitgliedschaften – ohne die Notwendigkeit zum Neustart des Domänencontrollers gehört gegenüber der Wiederherstellung des Systemzustandes oder gar der Wiederherstellung eines vollständigen Server-Backups zu den wünschenswerten Funktionen.

Interessant sind auch Reports und Benachrichtigungen von Backup-Tools, die den aktuellen Zustand des Active Directory mit vorhandenen Backups abgleichen und die effektivsten Backup-Optionen vorschlagen. Auditing-Funktionen können Veränderungen an AD-Objekten melden und anzeigen, wann diese Änderungen vorgenommen wurden und von wem. Vor allem beim Thema Compliance kann dies sehr hilfreich sein. Alarmbenachrichtigungen dagegen helfen dabei sicherzustellen, dass ein Backup erfolgreich durchgeführt wurde oder Fehler schnellstmöglich adressiert werden.

Natürlich sollte man darauf achten, dass die Tools auch problemlos mit nativen Windows-Server-Tools wie dem Active-Directory-Papierkorb zusammenarbeiten. Auf diese Weise erspart man sich viel Zeit und Ärger und eliminiert die Notwendigkeit, Skripte für diese Art der Integration schreiben zu müssen. Eine weitere nützliche Funktion ist die Möglichkeit, Backups planen zu können, so können Backups in Zeiten mit geringer Auslastung und hoher Netzwerkbandbreite angefertigt und repliziert werden.

Wenn man die große Bedeutung von Domänencontrollern bedenkt, dann sollte die gründliche Evaluierung von Drittanbieter-Tools zum Active-Directory-Backup natürlich eine Selbstverständlichkeit sein. Dies sollte in Testumgebungen und mit begrenzten Machbarkeitsstudien erfolgen, bevor eine Kaufentscheidung getroffen oder das Tool in Produktionsumgebungen ausgerollt wird. Auch mit neuen Tools sollten sich Administratoren zudem an Backup-Richtlinien halten und Active-Directory-Backups für jede Domäne anfertigen.

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Artikel wurde zuletzt im Oktober 2015 aktualisiert

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