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Was ist VMware vMSC und welchen Vorteil bietet es im Data Center?

VMware vMSC ermöglicht den Aufbau von Server-Cluster über große Entfernungen hinweg. Desaster-Szenarien soll so vorgebeugt werden.

Auf der VMworld 2015 hat VMware Stretched Cluster vorgestellt, die gab es aber doch schon mit VMware vSphere Metro...

Storage Cluster?

Cluster sind sicherlich keine neue Idee, waren bisher aber typischerweise durch Netzwerkbandbreite und Latenz begrenzt. Cluster-Nodes müssen in einer engen Synchronisation gehalten werden, daher haben es die Beschränkungen heutiger Netzwerke bisher verhindert, Netzwerk-Nodes über Gebäude hinaus zu erweitern. Damit bieten Cluster zwar einen wunderbaren Schutz gegen Serverausfälle, aber nicht gegen Desaster, bei denen ein ganzes Gebäude in Mitleidenschaft gezogen wird, etwa durch Feuer oder Erdbeben.

Wie funktioniert VMware vMSC? Welchen Vorteil bietet das Produkt?

Bereits vSphere 5 hat Stretched Cluster eingeführt, mit denen sich die Node-Kommunikation und Node-Synchronisation über Campus- oder stadtweite physische Distanzen hinweg koordinieren lässt. VMware nennt diese Technologie vSphere Metro Storage Cluster (vMSC). Indem hierbei Cluster-Nodes über geografisch weit voneinander entfernte Gebäude hinweg erweitert werden, können Unternehmen  ihre Desastervorkehrungen deutlich verbessern, da Totalausfälle in einem Gebäude nicht mehr zum Ausfall kritischer Workloads führen müssen.

Wenn vMSC richtig implementiert und konfiguriert ist, dann erhalten Unternehmen eine ausbalancierte Umgebung, mit der sich Downtime und Desaster durch Live-Migrationen zwischen verschiedenen Rechenzentren absichern lassen. Mit Blick auf die noch relativ junge Technologie empfiehlt sich der Einsatz von vMSC als primäre DR-Infrastruktur (Disaster Recovery) eher nicht, aber sie kann die Performance im Data Center optimieren und einen grundlegenden Desaster-Schutz bieten.

vSphere Metro Storage Cluster nutzt die Funktionen zum Ressourcen-Management von vSphere High Availability (HA), vSphere  Distributed Resource Scheduler (vDRS) und vSphere Storage DRS, um die Cluster-Nodes zu konfigurieren. vSphere High Availability überprüft dabei die Nodes und Datastore-Heartbeats, um verfügbare Cluster zu identifizieren, während vDRS den Lastausgleich innerhalb der Metro-Cluster vornimmt.

vMSC unterstützt Fibre Channel, iSCSI, NFS und FCoE, benötigt aber eine geringe Latenz und eine hohe Netzwerkbandbreite. Die maximale Latenz zwischen den Standorten für das ESXi-Management und die synchrone Storage-Replikation liegt bei 10 Millisekunden RTT (Round Trip Time). Auch wenn die maximale Latenz für vMotion und Storage vMotion bei 150 Millisekunden liegt, wird eine Mindestbandbreite von 250 Mbps benötigt.

Neben vSphere Metro Storage Cluster bietet VMware mit den in vSAN 6.1 neu eingeführten Stretched Cluster eine ähnliche Funktion mit vergleichbarem Anwendungsbereich.

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Artikel wurde zuletzt im Oktober 2015 aktualisiert

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