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Was bedeutet IOPS und welchen Einfluss hat es auf die Performance von virtuellen Desktops?

Damit die Arbeit mit virtuellen Desktops zügig abläuft, muss die bereitgestellte Rechenleistung stimmen. Diese wird gewöhnlich in IOPS gemessen.

Wie steuere ich die Endnutzer-Erfahrung bei virtuellen Desktops richtig? Was hat IOPS damit zu tun?

Wie bei jedem anderen Aspekt einer IT-Infrastruktur bekommt auch bei virtuellen Desktops die Performance dann am...

meisten Aufmerksamkeit, wenn Endnutzer sich darüber beklagen, dass die Erfahrung mit ihren virtuellen Maschinen zu wünschen übrig lässt. Das wirft einige interessante Fragen auf. Wie zum Beispiel misst man die Performance von virtuellen Desktop-Infrastrukturen (VDI)? Wenn Sie entschieden haben, mit welchen Kennzahlen Sie hier arbeiten wollen, führt das zu einer weiteren Frage: Was fangen Sie mit den Performance-Informationen an, die Sie durch solche Messungen bekommen?

IOPS wird wichtig bei großer Entfernung

Input/Output pro Sekunde ist ein traditionelles Maß für VDI-Performance. Mit zunehmender Entfernung zwischen dem Standort eines Nutzers und dem der physischen Hardware, auf dem seine virtuelle Maschine läuft, werden Hardware-interne Kennzahlen (wie Lese- und Schreib-Vorgänge auf der Festplatte, CPU-Auslastung und Arbeitsspeicher-Auslagerung) immer unwichtiger. Stattdessen kommt es darauf an, wie oft pro Sekunde ein virtueller Desktop der Infrastruktur Informationen sendet oder aus ihr abruft. Genau das ist IOPS.

Dabei handelt es sich um eine wichtige Messgröße. Doch es gibt noch weitere Möglichkeiten zur Messung der Performance von virtuellen Desktops.

Der IOPS-Zyklop

Wie bei einem Zyklopen in der griechischen Mythologie ist auch bei IOPS das Blickfeld – in diesem Fall auf die VDI-Performance – eingeschränkt. Vielleicht ist es Ihnen auch schon einmal passiert, dass sich Endnutzer über die Performance einer Anwendung beschwert haben – und Sie mussten dann feststellen, dass Server und Netzwerke laut Messungen mit Monitoring-Werkzeugen und Performance-Benchmarks normal operierten. Dann dürfte Ihnen klar sein: IOPS ist zwar durchaus eine valide Messgröße für die Überwachung der Performance und die Feinabstimmung einer VDI-Infrastruktur. Letztlich entscheidend bleibt aber trotzdem, wie die Endnutzer die Performance wahrnehmen.

Tempo ist Trumpf

Am besten lässt sich die VDI-Performance deshalb überprüfen, wenn ein Nutzer seinen Mauszeiger quer über den Bildschirm bewegt und dann Microsoft Word öffnet oder über eine VM eine Datanbank-Abfrage eingibt. Wenn irgendetwas davon zu langsam abläuft, entsteht Frustration und es kommen Beschwerden. Viele Unternehmen reagieren darauf, indem sie sozusagen aus Versehen ein Telefon-basiertes Monitoring ihrer VDI-Umgebungen betreiben: Sie warten, bis der Helpdesk die IT-Abteilung darüber informiert, dass sich die Anrufe wegen Performance-Problemen häufen.

Sie sollten besser proaktiv vorgehen. Nutzen Sie IOPS zur internen VDI-Feinabstimmung, entwickeln Sie aber auch eine Methode zur Messung der Nutzer-Erfahrung mit den VMs. Monitoring-Werkzeuge aus der Nutzer-Perspektive gibt es seit vielen Jahren. Setzen Sie sie geschickt und häufig ein und tun Sie alles, was nötig ist, um die Endnutzer-Erfahrung zu verbessern. Ihre Nutzer – und das Management – werden es Ihnen danken.

Artikel wurde zuletzt im April 2013 aktualisiert

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