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Warum sollte man VM-Deployment und -Provisioning automatisieren?

Deployment und Provisioning virtueller Maschinen lassen sich mit verschiedenen Tools automatisieren. Aber lohnt sich der Aufwand auch?

Wie sinnvoll ist es, Zeit und Ressourcen in die Entwicklung eine Automatisierungsstrategie für Deployment und Patching...

virtueller Maschinen zu stecken?

Server-Virtualisierung ist weit mehr als nur Hardwarekonsolidierung. Gut geplante virtualisierte Umgebungen können Routineaufgaben automatisiert abarbeiten. Zwar erfordert das Aufsetzen eines solchen Prozesses einigen Aufwand, aber langfristig erspart es Administratoren in der Regel eine beträchtliche Menge Arbeit. Überdies sorgt die automatisierte Abarbeitung von Routineaufgaben für eine hohe Konsistenz, schließlich werden die gleichen Aufgaben auch immer in der gleichen Art und Weise durchgeführt.

Die am häufigsten automatisierte Aufgabe ist wohl das Erstellen virtueller Maschinen (VMs). Produkte wie VMware vCenter oder Microsofts System Center Virtual Machine Manager stellen dafür vorlagenbasierte Mechanismen zur Verfügung: Administratoren können VM-Vorlagen erstellen, die den Anforderungen ihrer Organisationen entsprechen und diese Vorlagen dann für das Anlegen zukünftiger VMs verwenden. Damit wird sichergestellt, dass neue VMs ordnungsgemäß konfiguriert sind.

Einige Hypervisor-Anbieter ermöglichen auch die automatisierte Provisionierung von Hosts. Auf diese Weise kann ein Hypervisor automatisiert auf einem Bare-Metal-Host installiert werden. Automatisiertes Host-Provisioning kann insbesondere bei Unternehmen, die häufig neue Host-Server online nehmen, erhebliche Zeiteinsparungen mit sich bringen.

Auch für die Patch-Verwaltung ist Automatisierung ein häufig gewählter Weg. Üblicherweise werden VMs über ein Patch-Verwaltungssystem auf dem aktuellen Stand gehalten. So können beispielsweise Windows-VMs so konfiguriert werden, dass sie ihre Patch-Pakete automatisch von Windows Server Update Services (WSUS) erhalten. Auf Hypervisor-Ebene hingegen bedarf die Patch-Verwaltung einer abweichenden Handhabung, da hierbei oftmals dienstunterbrechende Neustarts vorgenommen werden müssen.

Automatisierung kann die Patch-Verwaltung auf Host-Ebene vereinfachen. Microsoft zum Beispiel bietet ein rollierendes Update-Feature für geclusterte Hyper-V-Deployments: Muss ein Patch auf die Host-Server eines Unternehmens angewendet werden, migriert die Patch-Verwaltung die VMs eines einzelnen Host-Servers live auf verbleibende Hosts. Der einzelne Host wird dann gepatcht und neu gestartet, und die VMs werden mittels Live-Migration zurück auf den Host übertragen. Daraufhin wird dieser Vorgang analog für die anderen Hosts im Cluster wiederholt. Zwar ist ein solches Vorgehen auch manuell denkbar. Allerdings wäre der Aufwand hierfür kaum vertretbar, geschweige denn im regelmäßigen Wiederholungsfall.

Dennoch ist die Automatisierung von Aufgaben auf Hypervisor-Ebene nicht für jede Wartungsaufgabe die beste Wahl. Storage-Provisionierung beispielsweise gehört zu den Kandidaten, für die eine gesonderte Behandlung erwogen werden sollten. Zwar bieten Hypervisoren wie ESX und Hyper-V die Möglichkeit, verschiedene Storage-Aufgaben konfigurationsbasiert zu übernehmen. Die auf Automatisierung basierenden Systeme der Storage-Anbieter sind denen der Hypervisor-Anbieter allerdings deutlich überlegen.

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Artikel wurde zuletzt im August 2015 aktualisiert

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