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VMware vSphere 5.5 unterstützt 64-TB-VMDK-Dateien – Aber wofür?

Seit vSphere 5.5 von VMware können VMDK-Dateien maximal 64 Terabyte groß sein. Derzeit ist diese Größen aber für bestehende Festplatten unpraktisch.

VMware hat das maximale Limit bei VMDK-Dateien von zwei Terabyte (TB) in vSphere 5.1 auf 64 TB in vSphere 5.5 angehoben....

Doch wozu benötigt man bei VMDK eine Dateigröße von 64 TB?

Eine VMDK-Datei (Virtual-Machine-Disk-Datei) mit 64 Terabyte (TB) ist eine enorm große virtuelle Festplatte. Für das Verständnis setzen wir diese Größe zunächst in Relation zu einem anderen Speichermedium. Auf eine DVD passen 4,7 Gigabyte (GB) Daten. Sie würden demnach 13944 DVDs benötigen, um auf 64 TB zu kommen.

Um ganz genau zu sein, erlaubt VMware bei VMDK-Dateien eine maximale Größe von 62,9 TB. Die maximale LUN-Größe ist 64 TB, allerdings benötigt man Platz für Logs, .vmx- und Swap-Dateien (Auslagerungsdateien).

Doch warum sollte man überhaupt eine VMDK-Datei mit 64 TB benötigen? Ich denke, dass die Größe aus den sich dauernd ändernden Möglichkeiten in Betriebssystemen resultiert. Ich würde derzeit aber niemanden raten, eine einzelne virtuelle Disk mit 62,9 TB zu erstellen. Allerdings entwickelt sich das Festplatte-Management unter Windows ständig weiter und Microsofts neues robustes Dateisystem (Resilient File System, ReFS) ist mittlerweile reif, so dass das Anheben des Limits in Zukunft relevant sein wird. Bedenken Sie aber die Probleme, die eine einzelne virtuelle Festplatte dieser Größe verursacht:

  • Lange Wartezeiten, um Dateien zu indizieren oder zu suchen;
  • Überschreitung maximaler Pfad-Längen;
  • Das Reparieren einer Festplatte dieser Größe ist schwierig.

Ein realistischerer Ansatz ist, eine Festplatte in mehrere Partitionen aufzuteilen. Dabei sollte man bedenken, dass sich mehr als 128 Partitionen nutzen lassen. Windows kann lediglich 26 Festplatten verwalten, aber Sie können immer noch Mount Point erstellen. Microsoft nennt das NTFS Junction Point oder Symbolische Verknüpfung. In diesem Fall ist ein Junction Point wie eine Erweiterung Ihres Hauses: Sie durchbrechen eine Wand, bauen einen neuen Raum und haben mehr Platz. Sie müssen also nicht umziehen und Ihre Adresse ändern. Treten in diesem Fall Probleme auf, können Sie einen Teil der Festplatte aus dem System nehmen und müssen nicht das komplette System abschalten, was schnellere Reparaturen, Indizierungen und Suchen erlaubt.

Irgendwann benötigen wir auch größere Datei aufgrund des Ansturms auf Cloud Storage. Ich denke zudem, dass wir verschiedene Infrastrukturen sehen werden, die die Vorteile des Storages auf Anwendungsebene ausnutzen, indem sie objektorientierten Storage einsetzen.

Was müssen Sie machen, um eine VMDK-Datei mit einer Größe von 62,9 TByte zu nutzen? Zunächst können Sie diese Art von Festplatte nur mit dem vSphere Web Client erstellen. Ich nehme an, dass die meisten Anwender dies unter Windows machen. In diesem Fall müssen Sie eine GUID-Partitionstabelle verwenden, da Sie die Grenze von zwei TB für den Master Boot Record überschreiten. Schließlich müssen Sie die Block-Allokations-Größe auf über 16 K erhöhen.

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Artikel wurde zuletzt im Januar 2014 aktualisiert

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