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VDI-Bereitstellung mit EVO:RAIL, vSAN Ready Nodes oder Rapid Desktop Appliance

VMware hat drei Produkte zur VDI-Bereitstellung im Portfolio: EVO:RAIL, vSAN Ready Nodes und die Rapid Desktop Appliance. Wo liegen die Unterschiede?

Mit vSAN Ready Nodes, EVO:RAIL und Rapid Desktop Appliance gibt es drei VMware-Produkte, mit denen sich VDI-Umgebungen...

bereitstellen lassen, aber worin unterscheiden sich die jeweiligen Lösungen?

Die VMware Rapid Desktop Appliance ist eine konvergente Infrastrukturlösung, während vSAN Ready Nodes und EVO:RAIL den hyper-konvergenten Angeboten zugerechnet werden. Damit ist ein Unterscheidungsmerkmal also der spezifische Vorteil konvergenter beziehungsweise hyper-konvergenter Produkte.

Beide Produkttypen bieten eine einheitliche Infrastruktur zum Umgang mit Compute-, Storage- und Networking-Ressourcen, was die Bereitstellung virtueller Umgebungen wesentlich einfacher macht, als wenn die einzelnen Komponenten erst ausgewählt und dann installiert werden müssten. Der große Vorteil liegt also darin, dass Hardware und Software vorkonfiguriert und aufeinander abgestimmt sind, was natürlich auch der Performance zugutekommt.

Ein konvergenter Ansatz konzentriert sich zur Bereitstellung virtueller Desktop-Infrastrukturen (VDI) auf die Hardware, während hyper-konvergente Lösungen den Schwerpunkt eher auf die Software legen. Die einzelnen Komponenten in einem konvergenten System sind zwar aufeinander abgestimmt, prinzipiell lassen sie sich aber auch an anderer Stelle nutzen. Hyper-konvergente Produkte sind demgegenüber so stark integriert, dass man einzelne Komponenten nicht voneinander trennen kann. Damit können einzelne Komponenten hyper-konvergenter Lösungen aber auch nicht einzeln ausgetauscht und aktualisiert werden – hierfür muss immer das gesamte System skaliert oder ausgetauscht werden.

Nachdem die Rapid Desktop Appliance das einzige konvergente VMware-Produkt in diesem Vergleich ist, unterscheidet sie sich schon einmal von der grundlegenden Ausrichtung her von den beiden hyper-konvergenten VMware-Lösungen. Die Appliance wird mit allen benötigten Storage-, Netzwerk- und Compute-Ressourcen ausgeliefert und bietet auch die nötige VMware-Software zur Implementierung einer kompletten VDI-Umgebung. Jede Komponente ist dabei von VMware zertifiziert und validiert, was eine wesentlich einfachere Möglichkeit zur Bereitstellung virtueller Desktops bietet, als wenn Unternehmen selbst eine eigene Umgebung aufbauen müssten.

Die beiden hyper-konvergenten Produkte EVO:RAIL und vSAN Ready Node erleichtern Administratoren die Bereitstellung von VDI-Umgebungen sogar noch weiter.

EVO:RAIL dürfte der schnellste und einfachste Weg zu einer VDI-Implementierung sein und erfordert dabei wohl am wenigsten Fachwissen, sogar Lizenzen und Support sind in dem Paket bereits enthalten. Bis vor kurzem gab es allerdings einigen Unmut über die Lizenzierung, da VMware bestehende vSphere-Lizenzen nicht berücksichtigen wollte und mit EVO:RAIL immer eine neue vSphere-Lizenz mitgekauft werden musste.  Aufgrund des großen Widerstandes vor allem auch von Enterprise-Kunden hat VMware hier allerdings inzwischen reagiert, so dass jetzt für EVO:RAIL auch Lizenzen genutzt werden können, die separat gekauft wurden, beispielsweise über Enterprise Licensing Agreements (ELAs), Gerätehersteller (OEMs) oder über andere autorisierte Fachhändler. EVO:RAIL ist von VMware-Partnern wie Dell, Fujitsu oder auch NetApp und EMC erhältlich, HP hat sich dagegen vor kurzem aus dem EVO:RAIL-Geschäft zurückgezogen.

vSAN Ready Nodes wiederum unterscheiden sich von den anderen Produkten darin, dass sie lediglich zertifizierte Server-Konfigurationen darstellen, die Unternehmen als Bausteine für hyper-konvergente Infrastrukturen verwenden können. Aus diesem Grund bieten vSAN Ready Nodes mehr Flexibilität bei der Auswahl der Hersteller sowie bei Konfiguration und Lizenzierung. Virtual SAN Ready Nodes sind von Herstellern wie Cisco, Dell, Fujitsu, HP, Lenovo und Supermicro erhältlich.

Letzten Endes führt jedes der drei konvergenten beziehungsweise hyper-konvergenten Produkte zum Ziel und spricht unterschiedliche Zielgruppen an. Die wichtigsten Kriterien für die Auswahl wären zum Beispiel das firmeninterne Fachwissen, Fähigkeit und Willen zum langfristigen Support der Infrastruktur, finanzielle Möglichkeiten und nicht zuletzt die benötigte Systemflexibilität.

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Artikel wurde zuletzt im Oktober 2015 aktualisiert

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