F

Red Hat Satellite 6: Neue Architektur sorgt für Upgrade-Probleme

Red Hat Satellite 6 bietet viele neue Funktionen, das Upgrade von Version 5 ist aber nicht ohne Probleme möglich. Schuld ist die neue Architektur.

Welche Probleme gibt es beim Upgrade von Red Hat Satellite 5 auf die neue Version 6?

Mit Version 6 hat Red Hat sein Server-Management-Tool Satellite generalüberholt, was für Server-Administratoren zwar jede Menge zusätzlicher Funktionen bedeutet, gleichzeitig aber auch das Upgrade deutlich erschwert.

Linux-Administratoren fühlen sich immer stärker dem Druck ausgesetzt, viele verschiedene Server effizient verwalten zu müssen, wobei ihnen unterschiedlichste Tools behilflich sein können. Spacewalk beispielsweise, von Red Hat 2008 ins Leben gerufen, ist ein kostenloses Open-Source-Tool zum System-Management. Red Hat Satellite ist letztlich eine Weiterentwicklung von Spacewalk, genauso wie auch andere Produkte aus Spacewalk hervorgegangen sind, etwa SUSE Manager.

Mit Satellite 6 hat Red Hat die Architektur nun von Grund auf neu entwickelt, da Red Hat Satellite 5 nicht das effizienteste Tool war. Abgesehen davon gab es durchaus auch Probleme mit der Skalierbarkeit. Satellite 6 wurde daher von Grund auf neu entworfen und stellt einen Verbund verschiedener Open-Source-Projekte wie Katello, Foreman, Pulp und Candledepin dar.

Probleme mit dem Upgrade auf Red Hat Satellite 6

Mit dieser kompletten Neugestaltung gehen einige Probleme einher, die vielen aktuellen Nutzern sauer aufstoßen dürften. Im erweiterten Support wird Red Hat Satellite 5 noch bis 2019 unterstützt, spätestens dann müssen Red-Hat-Kunden die neue Version implementieren.

Aktuell gibt es aber noch keine Möglichkeit zu einem In-Place-Upgrade von Red Hat Satellite 5 auf Version 6, weil die zugrundeliegende Technologie zwischen den beiden Versionen schlicht zu unterschiedlich ist. Daher muss Red Hat Satellite 6 auf einem neuen Server installiert werden, während auch Version 5 zumindest in der Übergangszeit noch aktiv im Einsatz bleiben muss. Von Red Hat sind derzeit ein Jahr gültige Lizenzen erhältlich, mit denen Version 5 und 6 parallel im Einsatz sein können, alleine dieser lange Zeitraum deutet schon auf den enormen Aufwand hin, den das Upgrade auf Red Hat Satellite 6 bedeutet.

Für die Installation muss Satellite 6 also parallel zu Satellite 5 installiert werden, um anschließend ein Export-Tool für die Kommandozeile von Satellite 5 auszuführen. Die exportierten Daten müssen dann zu Satellite 6 kopiert werden und können dort ebenfalls über die Kommandozeile mit einem Import-Tool importiert werden.

Damit ist es aber noch nicht getan. Viele Administratoren bemühen das Import- und Export-Tool und gehen dann davon aus, den Upgrade-Prozess damit bereits abgeschlossen zu haben. Satellite 6 ist aber ein gänzlich neues Produkt und bringt neue Funktionen und eine neue Architektur mit sich. Wer hier ohne tieferes Verständnis für die neuen Funktionen lediglich die Daten aus Version 5 in Version 6 überträgt, der wird über das Ergebnis ziemlich sicher enttäuscht sein.

Dieser komplizierte Migrationsprozess ist typisch für das Red Hat der letzten Jahre, somit dürfte es auch nicht überraschen, wenn der Versionssprung von Version 6 auf 7 mit ähnlichen Problemen einhergeht. Dieser harte Schnitt ermöglicht es Red Hat zwar, grundlegend neue Funktionen einzuführen, aber das komplizierte Update dürfte gleichzeitig der Grund dafür sein, warum sich bisher so wenig Administratoren für Red Hat Satellite 6 erwärmen konnten.

Für andere Linux-Distributionen ist der Wechsel zu Satellite 6 dabei ebenfalls problematisch, vor allem für SUSE Linux. SUSE Manager gibt es bereits seit mehreren Jahren. Da Red Hat für Satellite aber andere Upstream-Projekte nutzt, werden dem Spacewalk-Projekt enorme Entwicklungsanstrengungen entzogen. Damit müssen SUSE und andere Linux-Distributionen mehr Aufwand investieren, um die eigenen Management-Tools auf dem aktuellen Stand zu halten.

Folgen Sie SearchDataCenter.de auch auf Twitter, Google+ und Facebook!

Artikel wurde zuletzt im September 2015 aktualisiert

Pro+

Premium-Inhalte

Weitere Pro+ Premium-Inhalte und andere Mitglieder-Angebote, finden Sie hier.

Erfahren Sie mehr über Data-Center-Systems-Management

0 Kommentare

Älteste Beiträge 

Passwort vergessen?

Kein Problem! Tragen Sie Ihre E-Mail-Adresse unten ein. Wir werden Ihnen eine E-Mail mit Ihrem Passwort schicken.

Ihr Passwort wurde an die folgende E-Mail-Adresse gesendet::

- GOOGLE-ANZEIGEN

SearchSecurity.de

SearchStorage.de

SearchNetworking.de

SearchEnterpriseSoftware.de

Close