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MSCS, RHS und VMCLUSRES: Hinter den Kulissen eines Hyper-V-Failover-Clusters

Im Hintergrund eines Hyper-V-Failover-Clusters laufen von MSCS bis VMCLUSRES viele verschiedene Dienste. Ein Blick hinter die Kulissen.

Microsoft Hyper-V stellt die Hochverfügbarkeit virtueller Maschinen durch Windows Server Failover Clustering sicher....

Die als hochverfügbar konfigurierten VMs eines Hyper-V Clusters werden als Cluster-Ressourcen bezeichnet. Die VM-Ressourcen arbeiten genauso wie andere Cluster-Ressourcen, etwa eine Fileshare-Ressource. 

Jede Cluster-Ressource, die Cluster-Events aufgreifen möchte, benötigt ihre eigene Ressourcen-DLL (Dynamic Link Library). Diese Ressourcen-DLL stellt Funktionen bereit, die vom Resource Host Subsystem (RHS) zur Gewährleistung der Ressourcen-Hochverfügbarkeit ausgeführt werden können. 

Das RHS selbst ist Teil des Microsoft Cluster Service (MSCS). Beispielsweise muss das RHS vor dem Ausführen eines Failovers die Funktion kennen, die auf den Zielknoten für die Verfügbarkeit der Ressource sorgt. Ganz ähnlich funktioniert die von Hyper-V bereitgestellte Ressourcen-DLL namens VMCLUSRES.DLL, die der MSCS zur Interaktion mit den VM-Ressourcen im Failover-Cluster verwendet.

VMCLUSRES.DLL wird bei der Aktivierung der Hyper-V-Rolle installiert und ordnet sich zwischen dem Resource Host Subsystem und der VM ein. Die Verfügbarkeit der VM wird vom Cluster-Dienst über einen Aufruf der VM-Funktion IsAlive geprüft. Diese wird im Regelfall alle 5 Sekunden aufgerufen, um den Zustand der VM zu bestätigen oder notwendigenfalls einen Failover einzuleiten. Um den Status einer VM in einem Failover-Cluster in Erfahrung zu bringen (und zu entscheiden, ob ein Failover eingeleitet werden muss), führt der MSCS folgende Schritte aus:

Der MSCS liest die Eigenschaften der VM aus, um deren IsAlive-Intervall zu ermitteln. Nach Ablauf dieses Intervalls nutzt der MSCS das RHS, um den Status der VM abzurufen. VMCLUSRES.DLL erhält die Anfrage und führt die Status-Funktion der VM aus. Die Ressourcen-DLL ermittelt so den Status aller VMs und leitet diese an das RHS weiter. Das RHS übergibt diese Information an den MSCS. Wird eine VM als „online“ erkannt, so geschieht nichts. Lautet der Status jedoch „failed“, so startet der Failover Cluster Manager die VM auf einem anderen Knoten im Cluster neu.

Zwar dient VMCLUSRES.DLL der Interaktion zwischen Cluster-Dienst und den VMs, sie fungiert aber auch als Proxy zwischen dem MSCS und der Management-Konsole von Hyper-V. Fehlt die Ressourcen-DLL oder ist sie beschädigt, so ist der Schutz von VMs in einem Failover-Cluster nicht gewährleistet.

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Artikel wurde zuletzt im Juni 2015 aktualisiert

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