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Lassen sich Linux-Systeme in SCCM-Wartungsfenstern nutzen?

SCCM-Wartungsfenster ermöglichen die störungsfreie Arbeit an Servern. Können damit auch Linux-Server verwaltet werden?

Lassen sich auch Linux-Systeme in Wartungsfenster von System Center 2012 Configuration Manager mit aufnehmen? Welchen Vorteil bietet das?

Wartungsfenster sind für den reibungslosen Ablauf im Data Center von entscheidender Bedeutung. Wartungszeiten bieten wichtige Gelegenheiten für Patches, Upgrades, Konfigurationsänderungen oder einfach zur Inspektion der Server. Server offline zu nehmen – selbst aus den profansten Gründen – kann jedoch zu unnötigen Fehlerberichten führen, Fehlerprotokollierungen auslösen und eine fehlerhafte Aufzeichnung von Verfügbarkeitszeiten verursachen.

Verwaltungswerkzeuge wie System Center 2012 Configuration Manager (SCCM) unterstützen Wartungsfenster dadurch, dass ausgewählte Servergruppen temporär von der Überwachung ausgenommen werden können. Administratoren können dann mit solchen Systemen arbeiten, ohne unnötige Alarmbenachrichtigungen oder falsche Fehlerprotokollierungen befürchten zu müssen.

Nach der erfolgreichen Inventarisierung aller Server kann System Center 2012 Configuration Manager direkte oder auf Abfragen basierende Sammlungen einsetzen – dabei ist es durchaus möglich, neben Windows Server auch Linux- und sogar UNIX-Systeme für Wartungsfenster zusammenzufassen. Während eines Wartungsfensters kann SCCM Administratoren aber zum Beispiel auch bei der Verteilung von Software oder Updates, bei Compliance-bedingten oder anderweitigen Sicherheitseinstellungen sowie bei Betriebssystem-Updates unterstützen.

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SCCM nimmt Linux- und UNIX-Server standardmäßig in die Sammlung Alle Systeme auf. Dieses Verhalten ist sicherlich nicht für alle Wartungsfenster die ideale Lösung. Ein typisches Wartungsfenster könnte etwa für das Einspielen von Betriebssystem-Patches vorgesehen werden, was etwa beim Einspielen eines Linux-Patches in einer gemischten Linux-/Windows-Umgebung zu Fehlerberichten führen würde, da die Windows-Server der Umgebung die Installation des Linux-Patches natürlich verweigern. Bewährte Praxis ist es daher, Linux-Systeme in einer gesonderten Sammlung zu führen, um für Linux-spezifische Aufgaben gezielt ein eigenes Wartungsfenster zu aktivieren.

Es ist auch möglich, denselben Computer in mehrere Sammlungen aufzunehmen. Jeder Sammlung kann zudem ein eigenes Wartungsfenster zugeordnet werden. Das bedeutet auch, dass ein und dasselbe System potenziell mehreren Wartungsfenstern zugeordnet sein kann. Mehrere Wartungsfenster sind nicht notwendigerweise ein Fehler oder ein Versehen – multiple Fenster können Administratoren bei der Organisation unterschiedlicher Wartungsaufgaben helfen.

Beispielsweise könnte man Linux-Systeme in eine Sammlung aufnehmen, die der Versorgung mit Patches und Updates dient. Gleichzeitig könnten Linux-, UNIX- und Windows-Server in weitere Sammlungen für andere Zwecke aufgenommen werden, etwa zur Wartung von Hardware an unterschiedlichen Tagen oder zu unterschiedlichen Zeiten.

Ist ein Server an mehreren, nicht überlappenden Wartungsfenstern beteiligt, so werden diese Wartungsfenster als unterschiedliche Ereignisse verstanden. In Fällen einer Überlappung wird ein Wartungsfenster gebildet, das zeitlich aus der Summe der Einzelzeiten abzüglich der Überlappungszeit besteht. Überlappen etwa zwei 30-minütige Wartungsfenster um 10 Minuten, so behandelt SCCM 2012 diese als ein einziges, 50-minütiges Wartungsfenster.

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Artikel wurde zuletzt im Juli 2015 aktualisiert

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