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Gibt es eine Faustregel, wie oft man Snapshots erstellen soll?

Sie sollten Snapshots immer dann erstellen, wenn Sie etwas an der Konfiguration der virtuellen Maschine verändern. Somit minimieren Sie Ausfallzeiten.

Einen so genannten Snapshot oder Checkpoint, wie man es im System Center Virtual Machine Manager nennt, sollten...

Sie immer vor tieferen Eingriffen in Ihrer virtuellen Maschine erzeugen. Geht irgendwas bei der Konfiguration, einem Patch oder einer Applikations-Aktualisierung schief, können Sie so sehr schnell eine Rolle rückwärts schlagen und den alten Zustand wiederherstellen.

Snapshots sind genau genommen Wiederherstellungs-Punkte. In diesen sind der Status, die Daten und die Hardware-Konfiguration Ihrer virtuellen Maschine gespeichert. Bei Hyper-V in Windows Server 2012 können Sie Snapshots ohne Ausfallzeit kreieren und löschen. Sie haben auch die Möglichkeit, den Prozess per Skript zu automatisieren. In der Regel legen Administratoren die Snapshots allerdings manuell an, bevor Sie an der virtuelle Maschine Umstellungen oder Aktualisierungen durchführen. Diese Art von Wiederherstellungs-Punkten unterscheiden sich von herkömmlichen Backups der VMs, verwenden aber auch den darunterliegenden VSS Hyper-V Writer. Die Software kommt zum Einsatz, sobald Sie die Hyper-V-Rolle aktivieren, um den Speicher und den E/A-Status vorzubereiten (quiesce), damit Sie einen genaue Momentaufnahme der virtuellen Maschine abbilden können.

Sobald Sie einen Snapshot erstellen, erzeugt Hyper-V nachfolgende Dateien:

.XML - Datei, in der die Hardware-Konfiguration zum Zeitpunkt des Snapshots hinterlegt ist.

.BIN - Datei, die den Speicher-Status zum Zeitpunkt der Aufnahme beinhaltet.

.VSV - Diese Datei speichert den Status von Geräten, die der virtuellen Maschine zugewiesen sind.

.AVHD/.AVHDX - Datei, die Änderungen der Daten seit dem Erstellen des Snapshots enthält

Sobald alle Neuerungen und Änderungen an der virtuellen Maschine zu Ihrer Zufriedenheit abgeschlossen sind, sollten Sie nicht mehr benötigte Snapshots entfernen. Das hat sich bewährt, da die Dateien .AVHD/.AVHDX ansonsten mit jeder Änderung weiter wachsen. Sollten Sie die Snapshots nicht entfernen, laufen Ihnen früher oder später vielleicht die Festplatten voll. Das wiederum könnte sich negativ auf andere virtuelle Maschinen auswirken.

Der Unterschied bei dieser Methode zu Backups auf Host-Ebene ist, dass sich keine unterschiedlichen Festplatten mit einer übergeordneten Platte verknüpfen müssen. Sie arbeiten hier auf der Ebene des Dateisystems. Der VSS Hyper-V Writer bereitet die virtuellen Maschinen auf einem bestimmten Medium vor, bindet eine Schattenkopie ein und bietet diese dem Host an. Die Backup-Software kann nun die Kopien der einzelnen oder auch mehrerer virtueller Maschinen davon abziehen.

Vergessen Sie nicht, dass jede dieser Optionen individuelle Anwendungsgebiete haben. Sie sollten Snapshots oder Checkpoints immer dann verwenden, wenn Sie riskante Änderungen an der virtuellen Maschine vornehmen. Somit können Sie bei auftretenden Problemen binnen Sekunden oder Minuten den alten Zustand wiederherstellen. Eine Datensicherung mit konventioneller Backup-Software auf Host-Ebene führen Sie aus, um unerwarteten Problemen vorzubeugen. Darunter fallen das Löschen von Dateien, kaputte Daten oder ein Komplettausfall.

Artikel wurde zuletzt im April 2013 aktualisiert

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