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Dynamische oder statische Grenzwerte in vRealize Operations Manager nutzen?

VMwares Monitoring-Tool vRealize Operations Manager unterstützt dynamische und statische Grenzwerte. Welche Methode ist besser?

Sollte man bei Monitoring- und Management-Tools wie vRealize Operations Manager auf statische oder dynamische Grenzwerte...

für Alarmbenachrichtigungen setzen?

Während mit der Virtualisierung Flexibilität und eine höhere Effizienz im Data Center Einzug gehalten haben, hat Server-Virtualisierung auch die Notwendigkeit für Monitoring, Management und Automatisierung der IT-Infrastruktur erhöht. Wer VMware-Tools zur Virtualisierung nutzt, der kann dabei auf eine große Auswahl an Management-Tools zurückgreifen, VMwares eigene Lösung vRealize Operations Manager (früher vCenter Operations Manager) bietet aber zum Beispiel Unterstützung für gemischte Umgebungen, die auf vSphere, Hyper-V und Amazon Web Services setzen.

Automatisierungs- und Management-Tools wie vRealize Operations Manager (vROps) bieten umfangreiche Funktionen, können bei Installation, Konfiguration und Nutzung aber schnell äußerst komplex werden. Eine dieser manchmal zu komplexen Funktionen ist die Möglichkeit, Grenzwerte für Benachrichtigungen anzugeben. In manchen Fällen ist es besser, wenn die Grenzwerte statisch sind, in anderen Fällen wiederum sind dynamische Grenzwerte optimaler – und manchmal ist sogar beides angebracht.

Ein Grenzwert beschreibt den Punkt, an dem ein Verhalten oder eine Kennzahl der Serverumgebung als nicht mehr im Normalbereich gekennzeichnet wird. Monitoring-Tools wie vRealize Operations Manager können eine Vielzahl dieser Grenzwerte beobachten, die Kennzahlen reichen dabei von der Drehzahl der Server-Lüfter über Temperaturen, Prozessor- und Speicherauslastung bis hin zu Cluster- und Konfigurationsdetails. VMware vROps nutzt diese Grenzwerte, um daraus Alarmdefinitionen abzuleiten, die letztlich Warnmeldungen oder andere Reaktionen hervorzurufen.

Statische Grenzwerte werden als einzelne Fixpunkte angelegt, die nur durch Administratoren verändert werden können. VMware vROps unterstützt aber auch dynamische Grenzwerte, die sowohl von historischen als auch von aktuellen Performance-Daten errechnet werden. Dynamische Grenzwerte ermöglichen also die Konfiguration von Warnmeldungen und automatischen Handlungen, die auf tatsächlichen physischen oder virtuellen Erfahrungswerten basieren.

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Dynamische Grenzwerte werden üblicherweise in regelmäßigen Abständen neu berechnet, Administratoren können sie aber auch manuell in vROps aktualisieren, in dem die Schaltflächen Administration/Support/Dynamic Thresholds/Start ausgewählt werden. Hierdurch wird ein Update ausgelöst, das die aktuellsten Daten zur Neuberechnung heranzieht. Die Neuberechnung kann auch angehalten werden, der Fortschritt der Neuberechnung wird dabei in Prozentzahlen angezeigt. Gleichzeitig lassen sich auch die Zeitstempel und die Anzahl der verwendeten Kennzahlen anzeigen.

Typischerweise würde man wohl wo immer möglich die Nutzung dynamischer Grenzwerte empfehlen. Begründen lässt sich dies durch die zunehmende Komplexität: Ein modernes Unternehmen überwacht gut und gerne tausende Kennzahlen. Da ist es für einen Administrator schlicht unmöglich, für jede Kennzahl den optimalen Grenzwert zu kennen. Natürlich ist es auch in diesen Fällen möglich, statische Grenzwerte zu verwenden. Das Ergebnis dürfte dann aber meist suboptimal sein, zumal sich die Geschäftsanforderungen und damit auch die Auslastung des Data Centers nur allzu oft ändern.

Monitoring-Tools wie vRealize Operations Manager scannen die gesamte IT-Infrastruktur, überwachen die Performance und speichern historische Leistungsdaten. Bei der Nutzung dynamischer Grenzwerte errechnet das Tool aus historischen Daten wiederkehrende Muster und definiert darauf basierend die Grenzwerte. Auch wenn sich die Nutzungsmuster mit der Zeit ändern, können die Grenzwerte auf diese Weise automatisch angepasst werden, ohne dass Administratoren manuell eingreifen müssen.

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Artikel wurde zuletzt im Juli 2015 aktualisiert

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