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Downtime verhindern: Virtuelle Maschinen proaktiv vor Server-Ausfällen schützen

Verteilte Workloads und Failover sind gerade bei Server-Virtualisierung entscheidend. So legt der Ausfall eines Servers nicht die ganze Firma lahm.

Was sind die Risiken bei Workloads auf virtuellen Servern? Ist Ausfallsicherheit in Bezug auf virtuelle Server...

wichtiger als bei traditionellen physischen Server-Plattormen?

Virtualisierung hat die Nutzbarmachung von Servern signifikant verbessert. Mehr Workloads lassen sich damit auf weniger physischen Plattformen betreiben. Für Unternehmen ist das natürlich ein erheblicher Vorteil. Allerdings sind dadurch neue Schwachstellen entstanden, die IT-Profis und Data-Center-Administratoren im Auge behalten sowie adressieren müssen. Bei mehr Workloads auf weniger Hardware-Plattformen erhöht sich natürlich das Risiko, dass mehr Anwendungen gleichzeitig bei einem Hardware-Ausfall nicht mehr zur Verfügung stehen.

Der grundlegende Vorteil von Server-Virtualisierung ist die Optimierung der Ressourcen-Nutzung. Jeder physische Server kann mehrere virtuelle Maschinen (VM) beheimaten. Das ist unter idealen Umständen natürlich großartig, löst aber das Problem mit Server-Ausfällen nicht. Vor dem Zeitalter der Virtualisierung lief auf einem Server im Prinzip eine Anwendung. Somit betraf ein Server-Ausfall auch nur einen bestimmten Arbeitsablauf. Hostet ein Server fünf, zehn oder gar 15 virtuelle Maschinen, wirkt sich ein Ausfall der Server-Hardware natürlich umso schwerwiegender aus.

Längere Downtime durch mehr virtuelle Maschinen

In einer virtuellen Umgebung kann die Wiederherstellung von Workloads mehr Zeit in Anspruch nehmen, als Administratoren das zunächst erwarten. Behalten Sie im Hinterkopf, dass eine virtuelle Maschine zu funktionieren beginnt, sobald sie wieder in den Speicher geladen ist. Diese virtuelle Maschine wird einen Teil der Computing- und Netzwerk-Ressourcen in Anspruch nehmen. Somit stehen für die Wiederherstellung von weiteren virtuellen Maschinen weniger Computing- und Netzwerk-Ressourcen zur Verfügung. Bei einem Server mit vielen virtuellen Maschinen kann es zu einer erheblichen Downtime kommen, bevor all die virtuellen Maschinen erfolgreich gestartet und wiederhergestellt sind.

Wichtige Anwendungen verteilen

Mit der zunehmenden Verbreitung von Virtualisierung ist jeder einzelne physische Server für eine Firma nun wesentlich wichtiger, weil jeder davon möglicherweise mehrere wichtige Anwendungen betreibt. Administratoren müssen sich deshalb auf Server-Probleme und das Unvorhergesehene vorbereiten sowie entsprechende Pläne aufstellen. Eine denkbare Strategie ist die Verteilung der Workloads. Sie sollten für das Unternehmen entscheidende Workloads auf verschiedene physische Server verteilen. Somit würde der Ausfall eines einzelnen Servers nicht eine Vielzahl oder sogar alle wichtigen Anwendungen der Firma lahm legen.

Failover und Workload-Balancing

Eine weitere wichtige Strategie beinhaltet Failover und Workload-Balancing. Administratoren würden hier nicht jeden einzelnen Server bis zum Maximum ausreizen. Dabei liegt auf jedem Server ein Teil der Ressourcen brach. Sollten virtuelle Maschinen auf einem Server ausfallen, lassen sich diese schnell auf andere migrieren und neu starten. Somit können Sie die Workloads des Problem-Servers auf andere verschieben und die defekte Maschine warten.

Proaktiv auch bei Server-Hardware handeln

Auf lange Sicht gesehen wollen Administratoren den Ausfall von Servern und lange Downtime schon im Vorfeld vermeiden. Das involviert in der Regel Upgrades der Server-Hardware und die Nutzung von Komponenten, die für lange Haltbarkeit und hohe Ausfallsicherheit bekannt sind. Entscheidet sich ein Unternehmen zum Beispiel für erweiterte Server-Konsolidierung, bedeutet das im Normalfall die Anschaffung eines leistungsfähigeren Servers. Somit bekommen Sie zusätzliche Computing-Ressourcen, wie mehr CPU-Kerne, Arbeitsspeicher, Netzwerkkarten-Ports (NIC) und so weiter. Außerdem bieten moderne Server Hochverfügbarkeits-Features (High-Availability).

Artikel wurde zuletzt im Dezember 2013 aktualisiert

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