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Brauchen alle virtuelle Maschinen das gleiche Lifecycle-Management?

Grundsätzlich sollten alle virtuellen Maschinen demselben Lifecycle-Management folgen. Ausnahmen bestätigen aber auch diese Regel.

Wie wichtig ist ein einheitliches Lifecycle-Management aller VMs? Können virtuelle Maschinen nicht auch individuell...

behandelt werden?

Das Lifecycle-Management gehört ganz klar zu den wichtigeren Aufgaben bei der Verwaltung virtueller Infrastrukturen. Dazu zählt zum Beispiel das Monitoring aller bereitgestellten Workloads sowie der hierfür verwendeten Ressourcen und das Sammeln von Leistungsdaten der einzelnen virtuellen Maschinen samt deren Geschäftswert und der voraussichtlichen Lebensdauer. Mit Blick auf das VMware-Lifecycle-Management stellt sich die Frage, wie man mit einzelnen virtuellen Maschinen umgehen soll.

Manche Admins sind der Ansicht, dass jede VM ihre eigenen Einstellungen haben sollte, während andererseits auch oft die Meinung vertreten wird, dass ein Regelsatz sämtliche Szenarien abdecken sollte. Aber ist es wirklich der richtige Ansatz, jede virtuelle Maschine mit der gleichen Lifecycle-Management-Strategie abzudecken? Kann man virtuelle Maschinen nicht doch auch unterschiedlich behandeln?

Natürlich sollte jede virtuelle Maschine den gleichen grundlegenden Lifecycle-Bedingungen unterliegen, also beispielsweise was die Anfrage nach einer neuen VM, die Bereitstellung, Absicherung, das Monitoring und Optimieren sowie Reviews und die Außerbetriebnahme betrifft. Dieser einheitliche Gesamtprozess stellt sicher, dass mit betrieblichen Mitteln nur virtuelle Maschinen aufgesetzt werden, die tatsächlich einen Geschäftsnutzen bringen, dass die VMs ausreichend geschützt und verwaltet werden und die VM-Ressourcen wieder anderweitig genutzt werden können, sobald die virtuelle Maschine nicht mehr gebraucht wird.

Allerdings kann der zugrundeliegende Lifecycle je nach Wichtigkeit der Workloads durchaus auch anders ausfallen. So könnten etwa VMs mit kritischen Workloads (zum Beispiel eine Datenbank) bewusst mit Ressourcen überversorgt und mit sehr konservativen Alarmbenachrichtigungen ausgestattet werden, um Leistungsengpässen in Hochlastphasen vorzubeugen, während für VMs mit weniger zentralen Aufgaben knappere Ressourcen und Alarme ausreichen mögen.

Genauso kann auch der Grad an Datensicherheit in Abhängigkeit vom Wert der jeweiligen VM ausgelegt werden. Kritische Komponenten eines E-Mail-Servers beispielsweise könnten anders als weniger wichtige Aufgaben stärker abgesichert werden, beispielsweise durch eine üppigere Failover-Planung, häufigere Snapshots, multiple ortsferne Replikationen oder sogar durch die Integration in einen hochverfügbaren VM-Cluster.

Während also im Idealfall ein identisches Lifecycle-Management für alle VMs zu begrüßen ist, können Management, Monitoring und weitere Einzelheiten durchaus spezifischen Arbeitslasten angeglichen werden.

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Artikel wurde zuletzt im Juli 2015 aktualisiert

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